8. bis 24. August 2010
Rettungsversuch
Immerhin durfte ich unglaubliche 5h schlafen bevor Alex mich durch unglaublichen Tatendrang geweckt hat! Ein erstes Frühstück aus unserem Campingkocher hat uns gestärkt und der nette Platzbesitzer wollte nur 5€ und hat uns sogar zum nächsten Bahnhof gefahren. Von da sind wir nach Lübeck um einen Ersatzausweis zu organisieren. Auf dem schwarzmarkt gabs leider nichts, also haben wir uns schließlichen via Fax aus der Heimat helfen lassen und so konnte uns die Bundespolizei einen vorläufigen Reisepass ausstellen. Damit bewaffnet haben wir unser Glück an der Fähre erneut versucht und konnten die letze Kabine ergattern. Dank Umbuchung hat es uns nichtmal extra gekostet. Jetzt warten wir das Boarding und dann wird sicher schnell geschlafen :-)

Happy End...
Nun gibt es ja die lieben Bundespolizei, die einem in solchen Fällen einen befristeten Reiseausweis ausstellt, allerdings natürlich nur, wenn man nachweisen kann, dass man der ist, der man vorgibt zu sein, was ich aber nicht konnte. Auch Stephans Beteuerung halfen hier nichts. Erst ein Fax aus der Heimat mit Geburtsurkunde und Führerschein (den ich glücklicherweise zuhause gelassen hatte, sonst wäre der auch weg gewesen) überzeugte, die nette, junge Bundespolizistin und ich bekam meinen neuen Ausweis.
Da der FinnLines-Check-In erst um 19 Uhr öffnete waren dann erstmal 7 Stunden (gefühlt: 7 Tag) Wartezeit angesegt, bis wir erfuhren, ob wir unsere Reservierung auf ein anderes Schiff umbuchen konnten. Und tatsächlich konnten wir im heutigen Schiff noch die letzte (!) freie Kabine ergattern. Nun sitzen wir also hier und warten (noch bis 23 Uhr oder so) auf den "Einlasse" ins Schiff...

Startschwierigkeiten
Puh. Das war vielleicht ein Holperstart. Kurz nachdem wir aus dem Bus ausstiegen, der uns zum Terminal brachte, wo wir einchecken wollten, war doch plötzlich mein Geldbeutel samt Inhalt, insbesondere auch meines Personalausweises nicht mehr zu finden. Tja... und ohne Ausweis geht's nicht auf die Fähre. Auch eine spektakuläre Bus-Verfolgungsjagd (dort musste der Geldbeutel sein, denn das Ticket hatte ich ja noch bezahlt) mit einem Taxi (dessen Fahrer auch einen Riesenspaß daran hatte. Verkehrsregeln - was ist das???) brachte das Ding nicht wieder. Gegen ein Uhr in der Nacht haben wir es dann aufgegeben und das Schiff fuhr ohne uns (denk ich mal - hab's nicht gesesehen :-) ). Statt dessen haben wir eine kleine Wanderung durch die Travemünderer Nacht zum nahegelegenen Campingplatz unternommen und dort in absoluter Dunkelheit unser Zelt aufgebaut.