8. bis 24. August 2010
Pflöcke und Reinfall

Wo ist der Schnee dazu?
Der Regen hat über Nacht aufgehört und wir sind nicht davon geschwommen. Da wir zwischen zwei Wegen sind geht es mit Gespür und Kompass zwischen einem langezogenen See und einem Berg hindurch. Der gestern gefundene Wanderstock hilft über die Geröllfelder aber der heftige Wind hier kühlt sehr aus und macht das vorwärtskommen schwieriger. Nach etwa 3h Stunden finden wir unseren Weg, der NUR durch kleine Pflöcke alle 10-25m gekennzeichnet ist. Das lustige "Such-den-Wegpunkt" SPiel lenkt schön ab, macht die Strecke abwechslungsreich und die Zeit verfliegt nur so. Leider verfliegt auch unsere Karte, welche wir unbemerkt verlieren. Um sicher zu gehen schlagen wir uns gen Süden zur Straße durch, ohne Weg sehr anstrengend. Hier schlagen wir nochmal unser Lager auf und sehen weiter..

Das Pflock-Suche-Spiel

Wegmarkierung
Nach einer stürmischen und regnerische Nacht ging's am nächsten Morgen weiter Richtung Süden. Ein Weg war hier auf der Karte nicht eingezeichnet, erst ach ein paar km sollte wieder einer kommen. Nach einiger Zeit der Suche mit Karte, GPS und Kompass fanden wir dann einen Pflock mit einem roten Kopf mitten inder Landschaft. Ein gutes Stück weiter war der nächste. Von der Position her stimmte alles, wir hatten also unseren "Weg" gefunden. Von nun an folgten wir also den Pflöcken, die manchmal alles andere als gut zu sehen waren. Der Wind wurde während dessen immer heftiger, so dass man teilweise schon Probleme hatte dagegen anzukommen und das Gleichgewicht zu halten. Nach einer Weile war wieder mal ein Kontollblick auf die Karte angesagt. Ein Griff an die Stelle, wo sie sein sollte ging jedoch ins Leere: die Karte war verschwunden und der heftige Wind hatte sie sicher schon in weite Ferne getragen. Also erstmal Panik, dann nachdenken :-) Wenn die Pflöcke unseren Weg markieren, müssten sie uns direkt zur Straße führen, wo die heutige Tour enden soll, also einfach weiter diesen folgen. Irgendwann driteten die allerdings etwas weit gen Westen ab, die Straße musste aber im Süden liegen. So entschlossen wir uns, die Pflöcke zu verlassen und uns mit dem Kompass nach Süden durchzuschlagen. Nach längerer Wanderung durch die üblichen Steppen-, Moor- oder Gerölllandschaften erklommen wir eine kleine Anhöhe von der aus man schon die Straße sehen konnte, wie sie sich durch's Tal schlängelte, direkt an einem See, an dem wir nun unser Nachtlager aufgeschlagen haben. Der Abstieg dorthin sollte allerdings nicht einfach werden und nahm nochmal 3 Stunden in Anspruch.