8. bis 24. August 2010
Kolmenvaltakunnan pyykillä

Kolattireiti Wanderweg
Mann... was 'ne Tour! Eigentlich sollte die erste ja eher kurz werden. So zur Eingewöhung und wir kamen ja auch erst am Abend in Kilpisjärvi an. Aber har hatten ja keine Ahnung, welche Schrecken unser dort harren würden ;-) Wie viel wird es denn gewesen sein?! Vielleich max. 15km. Gebraucht haben wir dafür 6 Stunden. Der Ausgeschilderte Wanderweg hier her ging über steile, steinige Wege, über schmale Hozplanken und Geröllfelder, die man sich ohne Sicherung fast nicht zu überqueren traut. Doch irgendwann gegen Mitternacht tauchte er dann einfach auf, der Grenzpunkte. Völlig fertig, gab's dann aber nur noch schnell was zu Essen und dann ging's schlafen. Da es nur noch dämmerte war mit Fotos eh nix mehr...

Von ui bis hui
Während unserer Busfahrt wird das Wetter immer besser, von grau in grau bis richtig schön strahlend blau. Die Berge werden immer größer, drüben im Norden Norwegens kann man sogar Schnee darauf erkennen. Gegen 17:00 sind wir endlich in Kilpisjärvi angekommen und Alex hat ein paar Postkarten gefunden die wir auf den Weg schicken. Endlich geht unser erster Marsch :-) los. Eine wunderschöne Aussicht, Berge, Wasser, Tiere so weit das Auge reicht. Viele Renntiere, zum Glück bleiben die auf Abstand. Der erste Teil ist anstrengend aber was es zu sehen gibt entschädigt. Was dann jedoch bis zum Grenzstein am Länderdreieck Finnland, Norwegen, Schweden folgt spottet jedweder Beschreibung zu der ich in der Lage bin Worte zu nutzen.. Hoffe Alex war hier besser... Spät gegeb 1:00h können wir endlich in den Schlafsack fallen :-)

Ankunft im hohe Noden
Ich hatte ja befürchtet, dass die 8 Stunden im Bus stinklangweilig werden, aber das waren sie überhaupt nict. Im Gegenteil: es war teilweise richtig spannend mit dem klapprigen Bus über die schmalen, holprigen Straßen. Auf dem Weg gen Norden konnte man dann auch schön beobachten, wie die Berge (Hügel) immerh öher und die Bäume immer spärlicher und kleiner wurden. Der Himmel war überwiegend wolkenverhangen, aber hin und wieder riss er doch auf und ließ die Sonne durch. Bei Ankunf in Kilpisjärvi überwog dann sogar der blaue Himmel...

Busfahrt nach Kilpisjärvi

Auf der Busfahrt
Heute ging's schon um 6 Uhr aus dem Bett bzw. Schlafsack, da wir um 8 den Bus nach Kilpisjärvi kriegen mussten. Mit Waschen, Essen und Sachen zusammenpacken war das schon sehr sportlich. Wir waren aber rechtzeitig am Busbahnhof und dann auf der 8-stündigen Fahrt nach Kilpisjärvi. Wie es schein dauert das nur deshalb so lange, weil der Busfahrer nebenbei noch Post, Werbung und Zeitungen verteilt.
Die ersten Tierchen haben sich auf der Fahrt auch schon blicken lassen: zwei Rentiere (ein großes und ein kleines) liefen ein paar Meter vor dem Bus über die Straße, aber keine Sorge: sie haben es rechtzeitig zurück in den Wald geschafft.
In Muonio - wo wir in ca. zwei Wochen dann anzukommen hoffen - haben wir eine einstündige Pause gemacht. Sicherheitshalber habe ich gleich mal einen Wegpunkt im GPS gesetzt, dass wir das dann auch wieder finden ;-)

Die letzte Fahrt
Nach einem guten aber leider beinahe zu langen Frühstück müßen wir uns mit dem zusammenpacken und Laufen zum Busbahnhof ziemlich beeilen um unsere letze Anreise nicht zu verpassen. Pünktlich um 8:00 verlassen wir Rovaniemi in einem "Gold Liner" Bus der uns in den nächsten 9h nach Kilpisjärvi bringen soll.

Heute Durch Lauten Krach..
geweckt worden! Mitten in der Nacht, gegen halb Sieben. Aber gut, die Fähre war endlich angekommen und wir wollten auch runter, also sind wir freudig aufgestanden und via Bus/UBahn zum Bahnhof gelangt. Kurz n Erdbeer-Salami-Camonbert Baguette gefuttert. Seltsame Mischung aber gut. Auf den folgenden 9 Stunden Zugfahrt habe ich gelernt daß "Minä tapan Alex" nicht so freundlich ist wie "Minä tapaan Alex" :-). Bei ersterem wird er dann nämlich nicht wieder mit nachhause kommen...
In Rovaniemi hat unser Campingplatz von letztem Jahr auf uns gewartet.

Helsinki, Rovaniemi

Hafen Helsinki
Also hinsichtlich Internet war das auf dem Schiff ja diesmal nicht so toll. Kein W-Lan, wie letztes Jahr, sondern nur sporadisch mal Empfang mit dem Handy...
Wie auch immer... heute morgen 6:30 wurden wir mit einer ohrenbetäubenden Durchsage in ig Sprachen über die baldige Ankunft in Helsinki informiert. Pünktlich um 7:30 war es dann auch soweit. Es ging dann auch recht schnell vom Schiff (sehr viel schneller als letztes Jahr) und mit Bus und Metro zum Bahnhof, wo noch genug Zeit für ein kleines Frühstück war. Die nächsten knapp 10 Stunden war dann Zug angesagt. Mit dem IC bis Oulu und von dort mit einem Expresszug über Kemi nach Rovaniemi. Der Zeltplatz steht auch noch, Essen gab's auch schon. Lang wird der Abend wohl nicht, müssen ja morgen früh raus.

Minä opin suomea
Heute konnte ich schön lange ausschlafen! Fürs Frühstück wars zu spät also halt Mittagessen und es gab auch ne reichliche Auswahl, Nudeln, Fisch, Hähnchen, Saft, Kuchen. Alles was man braucht um sich zu stärken. Danach hat die Fähre leider nicht mehr soo viel geboten und so habe ich, wie schon im Titel verkündet ein wenig Finnisch gelernt. Alex ist n guter Lehrer ;-)

Auf dem Schiff

Stephi an Deck
Ich hätte es ja schon fast nicht mehr für möglich gehalten, aber jetzt sind wir tatsächlich auf dem Schiff unterwegs nach Helsinki. Zwat mit einem Tag Verspätung, aber den holen wir schon irgendwo wieder rein. Gerade haben wir das Mittagsbuffet hinter uns gebracht (so viel gegessen, wie in den nächsten drei Wochen zusammen ;-) ). Jetzt wird erstmal das Schiff erkundet.

Rettungsversuch
Immerhin durfte ich unglaubliche 5h schlafen bevor Alex mich durch unglaublichen Tatendrang geweckt hat! Ein erstes Frühstück aus unserem Campingkocher hat uns gestärkt und der nette Platzbesitzer wollte nur 5€ und hat uns sogar zum nächsten Bahnhof gefahren. Von da sind wir nach Lübeck um einen Ersatzausweis zu organisieren. Auf dem schwarzmarkt gabs leider nichts, also haben wir uns schließlichen via Fax aus der Heimat helfen lassen und so konnte uns die Bundespolizei einen vorläufigen Reisepass ausstellen. Damit bewaffnet haben wir unser Glück an der Fähre erneut versucht und konnten die letze Kabine ergattern. Dank Umbuchung hat es uns nichtmal extra gekostet. Jetzt warten wir das Boarding und dann wird sicher schnell geschlafen :-)