8. bis 24. August 2010
Loppu - Das Ende

Mega-Ateria :-)
So. Das war's dann also. Ein letztes Frühstück im Wald bei Kälte und Nieselregen. Stephan hat zum Abschluss nochmal ein unbeabsichtigtes Bad im See genommen und dann ging's los zu den letzten Kilometern Richtung Muonio. Die zwölf Kilometer auf der Straße waren dabei die reinste Qual, da geh ich doch lieber 20 in der "Wildnis" :-).
In Muonio gab's dann erstmal einen lauwarmen Kaffee und dann ging's mit dem Bus Richtung Rovaniemi. Von dem haben wir uns Nahe des Stadtzentrums absetzen lassen und sind in Richtung Hesburger losgewandert, wo's endlich mal wieder was ordentliches zu Essen gab :-) Anschließend haben wir uns noch zwei Bierchen im Hemmingway's gegönnt um heute Nacht besser schlafen zu können.
Das war's dann auch erstmal hier im Blog. Schön, dass ihr dabei ward, bis zum nächtsen Mal ;-) Die nächsten Tage steht hier nur noch shoppen und essen an und am Freitag bringt uns die Finnair nach Hause.
In den nächsten Wochen werde ich dann die gemachten Fotos durchsehen und an dieser Stelle nach und nach einstellen, aber das wird wohl eine ganze Weile dauern, also einfach immer mal wieder reinschauen

Wieder offroad :-)
Heute sind wir Richtung Nationalpark aufgebrochen. Nach ca. 2,5 Std. erreichten wir dessen Grenze und eine weitere halbe Std. später eine kleine Rasthütte für Wanderer am Fuße des Berges. Dort trafen wir einen Finnen, der gerade aus der Richtung unseres Zieles kam. Er gab uns ein paar Tipps mit auf den Weg und ging dann weiter Richtung Enontekiö. Für uns ging's weiter Richtung Süden. Vier Tage wird die Durchquerung wohl dauern. Auf dem Weg sind immer mal Hütten in denen man übernachten kann - wenn sie denn frei sind. Also nahmen wir uns für heute eine dieser Hütten zum Ziel. Der Weg begann erstmal mit einerm ordentlichen Aufstieg: steil und steinig. Aber oben angekommen sollten wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt werden. Nach knapp 10 beschwerlichen Kilometern erreichten wir dann endlich die Hütte. Diese war schon belegt. Man bot uns zwar an, mit rein zu kommen, da sie aber schon zu dritt waren, wäre uns das doch etwas zu eng geworden, also haben wir unser Zelt daneben aufgebaut. In der Umgebung der Hütte fand sich eine nette Sitzgruppe mit Tisch und zwei Bänken die uns geradezu dazu einlud unser Abendessen dort zu machen: Reis mit Hering und Pangasius an einer Chili-Cranberry-Thai-Curry-Soße ;-)

Hoffentlich letzte Straßenetappe
Der Abend gestern war ereignislos aber es scheint immer mehr als wären unsere weiteren Wanderpläne so nicht durchführbar. Der Morgen fängt, bis auf die über Nacht im Schlafsack gewärmte Nutella, genauso ereignislos an. Diese war nach zwei Schokoladencremelosen Tagen eine wahre Wohltat. Mein Fuß hat sich auch schon fast ganz erholt, auf dem langen Marsch heute meldet er sich aber natürlich nochmal. Sind fast 25km bis nach Enontekiö von wo wir (eigentlich) in den nächsten Nationalpark aufbrechen wollen. Ob das so bleibt zeigt sich morgen, wir möchten mehr Informationen einholen da man nicht in jedem Park campen darf. Spät Abends erreichen wir die Stadt, passieren einen Campingplatz (heisse Dusche?!?), laufen aber weiter. Laut Karte gibt es noch einen Campingplatz. Der erweisst sich aber aus aufgegeben. Keine Dusche aber kostenlos und beste Sicht auf unser nächstes Ziel im Nationalpark.

Enontekiö

Berg "Pyhäkero" im Pallas-Ounastunturi-Nationalpark
Nach siebenstüdigem Marsch entlang der Straße haben wir heute Hetta erreicht, also "Enontekiö City". Die Stadt erstreckt sich überwiegend entlang einer ca sech Kilometer langen Straße von West nach Ost. Wir kamen von Westen herein. Auf meiner Karte war ganz im Osten ein Campingplatz eingezeichnet. Nach den vielen kalten Tagen und Nächten und auch eher nur dem nötigsten an Hygiene dachten wir uns es wäre nicht falsch, eine Nacht dort zu verbringen und uns eine heiße Dusche zu hönnen.
Die Stadt hat soweit alles zu bieten, was man erwarten würde: zwei Tankstellen, Bank, Post, K-Market und Alko. Eine eine große Kirche findet man in ihrer Mitte. Gleich zu Beginn fanden wir auch den ersten Campinplatz und Hotels, aber wir hatten uns ja schon "unseren" Campingplatz ganz im Osten ausgeguckt, da wir morgen eh in die Richtung weiter wollen. Nach ca. einer Std. hatten wir die Stadt fast durchquert, der Campingplatz sollte nicht mehr weit sein. Seltsamerweise hatte aber noch kein Schild darauf hingewiesen, so wie bei den anderen. Dann entdeckten wir auf der rechten Straßenseite einen Weg und ein Tor. Alles sah sehr verlassen aus. Eine nähere Inspektion bestätigte den Verdacht: das war unser Campingplatz, verlassen und runtregekommen. Da er aber nicht verschlossen war, weit und breit keiner zu sehen war, haben wir unser Zelt einfach zwischen ein paar alten Holzhütten aufgestellt. Den weiten Weg zurück wollten wir schließlich auch nicht machen. Die Hütten und damit die sanitären Einrichtungen waren alle verschlossen, also wieder keine heiße Dusche :-(. Nach etwas herumstöbern habe ich dann wenigstens ein einigermaßen benutzbares Plumpsklo gefunden: ein riesen Komfort gegenüber dem "Waldklo" ;-)
Morgen geht's dann vermutlich Richtung Berg. Wird wohl eher wieder eine anstrengerende Tour.

Neun Stunden und das Etappenziel noch weit weg...

Lagerplatz am Saanajärvi
Unsere Tour im letzten Jahr war ja nun nicht sehr anspruchsvoll. Deshalb hatten wir uns diesmal vorgenommen, sie etwas länger und mehr in der Natur zu machen, damit die Sache etwas mehr Anspruch hat. Der erste Eindruck zeigt: das ist uns mehr als gelungen. Die für heute geplante Etappe wäre wohl irgendwann gegen 2 oder 3 Uhr zu Ende gegangen. Wir haben das ganze dann aber nach neun Stunden abgebrochen und uns am Saanajärvi direkt neben iner kleinen Hütte für die Nacht niedergelassen. Die Hütte steht hier für Wanderer um tagsüber kleine Pausen einlegen zu können. Schlafen darf man darin nicht, aber wir haben ja unser Zelt. Aber für's Abendessen und das morgige Frühstück nehmen wir die Einladung gerne an.
Morgen werden wir uns Gedanken machen müssen, wie das weitergeht. Bei gleichbleibendem Gelände ist die Tour so kaum zu bewältigen, vor allem, da uns ja schon ein Tag fehlt. Den irgendwo reinzuholen ist absolut illusorisch, wir werden eher noch mehr verlieren. Mal sehen wie sich das entwickelt. Notfalls gibt's ja auch noch den Bus. Da sind ja ein paar Straßenetappen auf unserer Route, die machen zu Fuß sowieso keinen Spaß ;-)

Der nächste Morgen

Nachlager
Nach den Strapazen gestern und Zweifeln an der ganzen Geschichte hier ( ;-) ) sah heute morgen alles schon wieder besser aus. Gegen 8 Uhr aufgestanden, bei unverändert super Wetter gab's erstmal lecker Pfannkuchen zum Frühstück. Jetzt geht's zur Erkundung der Grenzpunktgegend und es werden ein paar Fotos gemacht. Jede Menge Steine hier. Frage mich, welcher der richtige ist :-) Danach geht's den Weg von gestern zurück nach Kilpisjärvi...

Von ui bis hui
Während unserer Busfahrt wird das Wetter immer besser, von grau in grau bis richtig schön strahlend blau. Die Berge werden immer größer, drüben im Norden Norwegens kann man sogar Schnee darauf erkennen. Gegen 17:00 sind wir endlich in Kilpisjärvi angekommen und Alex hat ein paar Postkarten gefunden die wir auf den Weg schicken. Endlich geht unser erster Marsch :-) los. Eine wunderschöne Aussicht, Berge, Wasser, Tiere so weit das Auge reicht. Viele Renntiere, zum Glück bleiben die auf Abstand. Der erste Teil ist anstrengend aber was es zu sehen gibt entschädigt. Was dann jedoch bis zum Grenzstein am Länderdreieck Finnland, Norwegen, Schweden folgt spottet jedweder Beschreibung zu der ich in der Lage bin Worte zu nutzen.. Hoffe Alex war hier besser... Spät gegeb 1:00h können wir endlich in den Schlafsack fallen :-)

Die letzte Fahrt
Nach einem guten aber leider beinahe zu langen Frühstück müßen wir uns mit dem zusammenpacken und Laufen zum Busbahnhof ziemlich beeilen um unsere letze Anreise nicht zu verpassen. Pünktlich um 8:00 verlassen wir Rovaniemi in einem "Gold Liner" Bus der uns in den nächsten 9h nach Kilpisjärvi bringen soll.

Heute Durch Lauten Krach..
geweckt worden! Mitten in der Nacht, gegen halb Sieben. Aber gut, die Fähre war endlich angekommen und wir wollten auch runter, also sind wir freudig aufgestanden und via Bus/UBahn zum Bahnhof gelangt. Kurz n Erdbeer-Salami-Camonbert Baguette gefuttert. Seltsame Mischung aber gut. Auf den folgenden 9 Stunden Zugfahrt habe ich gelernt daß "Minä tapan Alex" nicht so freundlich ist wie "Minä tapaan Alex" :-). Bei ersterem wird er dann nämlich nicht wieder mit nachhause kommen...
In Rovaniemi hat unser Campingplatz von letztem Jahr auf uns gewartet.

Helsinki, Rovaniemi

Hafen Helsinki
Also hinsichtlich Internet war das auf dem Schiff ja diesmal nicht so toll. Kein W-Lan, wie letztes Jahr, sondern nur sporadisch mal Empfang mit dem Handy...
Wie auch immer... heute morgen 6:30 wurden wir mit einer ohrenbetäubenden Durchsage in ig Sprachen über die baldige Ankunft in Helsinki informiert. Pünktlich um 7:30 war es dann auch soweit. Es ging dann auch recht schnell vom Schiff (sehr viel schneller als letztes Jahr) und mit Bus und Metro zum Bahnhof, wo noch genug Zeit für ein kleines Frühstück war. Die nächsten knapp 10 Stunden war dann Zug angesagt. Mit dem IC bis Oulu und von dort mit einem Expresszug über Kemi nach Rovaniemi. Der Zeltplatz steht auch noch, Essen gab's auch schon. Lang wird der Abend wohl nicht, müssen ja morgen früh raus.