8. bis 24. August 2010
Helsinki, Rovaniemi

Hafen Helsinki
Also hinsichtlich Internet war das auf dem Schiff ja diesmal nicht so toll. Kein W-Lan, wie letztes Jahr, sondern nur sporadisch mal Empfang mit dem Handy...
Wie auch immer... heute morgen 6:30 wurden wir mit einer ohrenbetäubenden Durchsage in ig Sprachen über die baldige Ankunft in Helsinki informiert. Pünktlich um 7:30 war es dann auch soweit. Es ging dann auch recht schnell vom Schiff (sehr viel schneller als letztes Jahr) und mit Bus und Metro zum Bahnhof, wo noch genug Zeit für ein kleines Frühstück war. Die nächsten knapp 10 Stunden war dann Zug angesagt. Mit dem IC bis Oulu und von dort mit einem Expresszug über Kemi nach Rovaniemi. Der Zeltplatz steht auch noch, Essen gab's auch schon. Lang wird der Abend wohl nicht, müssen ja morgen früh raus.

Minä opin suomea
Heute konnte ich schön lange ausschlafen! Fürs Frühstück wars zu spät also halt Mittagessen und es gab auch ne reichliche Auswahl, Nudeln, Fisch, Hähnchen, Saft, Kuchen. Alles was man braucht um sich zu stärken. Danach hat die Fähre leider nicht mehr soo viel geboten und so habe ich, wie schon im Titel verkündet ein wenig Finnisch gelernt. Alex ist n guter Lehrer ;-)

Auf dem Schiff

Stephi an Deck
Ich hätte es ja schon fast nicht mehr für möglich gehalten, aber jetzt sind wir tatsächlich auf dem Schiff unterwegs nach Helsinki. Zwat mit einem Tag Verspätung, aber den holen wir schon irgendwo wieder rein. Gerade haben wir das Mittagsbuffet hinter uns gebracht (so viel gegessen, wie in den nächsten drei Wochen zusammen ;-) ). Jetzt wird erstmal das Schiff erkundet.

Rettungsversuch
Immerhin durfte ich unglaubliche 5h schlafen bevor Alex mich durch unglaublichen Tatendrang geweckt hat! Ein erstes Frühstück aus unserem Campingkocher hat uns gestärkt und der nette Platzbesitzer wollte nur 5€ und hat uns sogar zum nächsten Bahnhof gefahren. Von da sind wir nach Lübeck um einen Ersatzausweis zu organisieren. Auf dem schwarzmarkt gabs leider nichts, also haben wir uns schließlichen via Fax aus der Heimat helfen lassen und so konnte uns die Bundespolizei einen vorläufigen Reisepass ausstellen. Damit bewaffnet haben wir unser Glück an der Fähre erneut versucht und konnten die letze Kabine ergattern. Dank Umbuchung hat es uns nichtmal extra gekostet. Jetzt warten wir das Boarding und dann wird sicher schnell geschlafen :-)

Happy End...
Nun gibt es ja die lieben Bundespolizei, die einem in solchen Fällen einen befristeten Reiseausweis ausstellt, allerdings natürlich nur, wenn man nachweisen kann, dass man der ist, der man vorgibt zu sein, was ich aber nicht konnte. Auch Stephans Beteuerung halfen hier nichts. Erst ein Fax aus der Heimat mit Geburtsurkunde und Führerschein (den ich glücklicherweise zuhause gelassen hatte, sonst wäre der auch weg gewesen) überzeugte, die nette, junge Bundespolizistin und ich bekam meinen neuen Ausweis.
Da der FinnLines-Check-In erst um 19 Uhr öffnete waren dann erstmal 7 Stunden (gefühlt: 7 Tag) Wartezeit angesegt, bis wir erfuhren, ob wir unsere Reservierung auf ein anderes Schiff umbuchen konnten. Und tatsächlich konnten wir im heutigen Schiff noch die letzte (!) freie Kabine ergattern. Nun sitzen wir also hier und warten (noch bis 23 Uhr oder so) auf den "Einlasse" ins Schiff...

Los gehts
Diesmal wollte ich auf keinen Fall zu spät zum Zug kommen, Alex war trotzdem schon da, wie macht er das nur? Bis auf drei angeheiterte Prosecco-Damen war die Zugfahrt relativ eintönig.. eine kurze Stärkung in Hamburg durch einen Hamburger und kurz darauf standen wir an einer winzigkleinen verhängnisvollen Bushaltestelle von der aus wir eigentlich zum Checkin gefahren werden sollten. Allerdings hat uns n kleiner Geldbeutel einen Strich durch die Rechnung gemacht, der ist nämlich im Bus vorm Alex geflüchtet! Ohne Geldbeutel und ohne Ausweis hatten wir keine Chance auf die Fähre zu kommen. Haben zwar einen Totesmutigen Taxifahrer gefunden (140km/h statt der erlauben 80..) um den Bus einzuholen aber der Geldbeutel war einfach weg, selbst die hinzugerufene Polizei konnte nichts ausrichten.
Nach ner Flasche Bier vom netten Fährpersonal sind wir dann in einen Campingplatz um die Ecke... Erster Tag schon mal aufregender als gedacht :-)