Wintertour im Oulanka-Nationalpark (Februar 2012)
Los gehts...
Nach fast elf Stunden Schlaf gibts nochmal großes Frühstück. Netterweise bekommen wir im Kuusnka heisses Wasser für wie Thermosflaschen.
Nach dem Packen geht es los Richung Busbahnhof. Der Bus hat wie schon der Flieger vorher Verspätung, allerdings nur rund 15min. Wir haben rund 1:30 Fahrt vor uns.. Ruka ist wirklich nur ein besserer Idiotenhügel, aber sehr wichtig: hier wollen wir am Ende unserer Bärenrunde ankommen. Zwischendurch wird der Fahrer gewechselt und der zweite Fahrer scheint in Gedanken, er fährt an unserem Ausstiegspunkt einfach vorbei. Er wendet aber für uns. Unsere Etappen zu Fuß beginnen also.
Und gleich richtig mit viel Schnee so daß wir unsere Schneeschuhe von Anfang bis Etappentiel tragen. Der Großteil ist Loipenartig und leicht zu laufen. Wir begegen einem Schneescooter der einen Traktorreifen zieht, so werden diese Wege hier offenbar erkennbar gehalten. Das ist aber auch der letzte Mensch dem wir heute begegen. Etwas nach der Hälfte des Wegs lichtet sich der Wald so daß unser klarer Weg verweht wurde und wir richtig in den Tiefschnee müßen. Hier machen sich unsere 30" Schneeschuhe richtig bezahlt, denn selbst mit sinkt man Knietief im Schnee ein. Alex Schneeschuh löst sich, wir finden ihn aber zwei Schritte hinter ihm wieder :-).
Dieses Stück ist extrem anstrengend. Auf jedenfall für mich, Alex der hinterher geht freut sich über festgetretenen Schnee. Natürlich wechseln wir uns auch mal ab.. und prompt finden wir unsere Loipte wieder.
20m vor unserem Tagesziel werden wie übermütig und stapfen, statt durch den Wald, ein Stück über einen gefrohrenen Fluss. Dabei breche ich natürlich ein paar cm mit meinem rechten Fuß ein und hab meine liebe Mühe mich wieder zu befreien. Klappt aber schließlich doch und auch die Füße bleiben trocken. Tolle Schuhe.. trotzdem hätte ich diese Aufregung nicht haben müssen.
An der Schutzhütte (Laavu, drei Wände mit Dach) bekommen wir schnell ein Feuer in Gang und schmelzen den ersten Schnee, gerade als das Tageslicht verschwindet. Nach dem Streß schmeckt das Essen besonders gut. Ich spiele noch etwas mit dem Feuerholz bevor wir in die Schlafsäcke kriechen.

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