Wintertour im Oulanka-Nationalpark (Februar 2012)
Futterdieb
Bisher mein erster Eintrag.. die anderen Tage werden natürlich nachgereicht!

Ein kurzer Test teigt daß das Holz heute Morgen nicht williger ist... wir machen also nur Pudding und Kakao und brechen auf. Die rund 7km (manche Schilder zeigen 9km) sind ereignislos und wie die letzten Tage leicht mit normalen Stiefeln zu begehen.
Die Hütte "Jussinkämppä" wartet einsam und verlassen auf uns. Vorerst also keine weiteren Wanderer. Dafür aber gutes trockenenes Holz! Nach füunf Minuten heizt der Ofen schon ein. Natürlich dauert es etwas bis es warm wird, also packen wir unsere Rucksäcke aus. Meinen Zucker für den Tee lasse ich wohl etwas zu offen liegen. Er lockt eine kleine Maus an die auch gleich die dünne Ziplock Tüte durchknabbert bevor wir sie hören und verscheuchen können. GLeich mal alles essbare aufgehängt und hoffen daß über Nacht keine Verstärkung kommt. In der Nähe gibts einen vereisten See, auf dessen Schneedecke deutliche Spuren zu sehen sind, und eine Lappenhütte. Die leider nur Sitzmöglichkeiten bietet, die Flächen sind zu klein zum schlafen. Nachdem wir aufgewärmt sind machen wir uns ans übliche Abendritual: Abendessen zubereiten :-)


Schneelandschaft
Da das Holz natürlich über Nacht nicht besser wurde, versuchten wir's gar nicht erst mit dem Feuer. Lust, lange in der kalten Hütte rumzusitzen, hatten wir auch nicht, also machtne wir uns mit Hilfe des Gaskochers nur schnell einen heißen Kakao und einen Pudding, packten unser Zeug zusammen und machten uns wieder auf den Weg. Der Weg führte raus aus dem Canyon Richtung Süden. Heute kam mir alles noch etwas weißer und verschneiter vor als die letzten Tage. Eine richtig zauberhaftre und - wenn wir nicht gerade durch unsere Schritte einen verhältnismäßig höllischen Lärm gemacht haben - totenstille Landschaft.
Unser Ziel war heute die Jussinkämppä-Hütte am Kulmakkajäriv (das ist ein See ;-) ). Das waren keine 0km und so waren wir nach gemütlichen 3,5 Stunden schon da.
Nach so langer Kältezeit war der erste Gedanke natürlich "Feuer". Hier war das Holz supertrocken und schon nach fünf Minuten loderte ein waremes Feuerchen im Ofen und nach 2,5 Stunden hatten wir schon kuschlige 10 Grad in der Hütte.
Den Mäusen gefällt das natürlich auch: Ein leises Rascheln verriet eine von Ihnen, als sie sich gerade an Stephans Beutel mit dme Zucer zu schaffen machte. Eine Bestätigung dafür, dass es die letzten Nächte nicht ganz so unsinnig war, die Nahrungsmittelvorräte an einem Sack an die Decke zu hängen...