Laugavegur - Shop&Trek in Island
Auf nach Hause
Pünktlich zum Aufstehen hört der Regen auf..
Heute rasiere ich mich zur Feier des Tages mal wieder und ich möchte ja am Flughafen nicht wie ein Waldschrat aussehen :-).
Das naße Zelt wird noch extra in Plastiktüten gesteckt, dann gehen wir zum Flybus der direkt vor dem Campingplatz hält und uns zum Flughafen bringen soll. Am BSI müßen wir trotzdem umsteigen. In Keflavik checken wir dann ein und vertreiben uns die Zeit bis zum Bording mit Kaffee, shopping und Vorfreude auf die Heimat...

Das Ende naht

Alte Dame mit Hut?
Der Morgen beginnt zwar wieder eisig kalt, aber ansonsten sehr schön. Wenn mich nicht alles täuscht konnte man von unserem Lager auf über 1000 Metern Höhe bis zum wolkenfreien Gipfel des Eyjaffjallajökull schauen. Unser Bus ab Landmannalaugar fuhr um 15:30, deshalb gingen wir auf Nummer Sicher und beeilten uns heute mal, so dass wir recht früh loskamen. Bis auf ein paar kleine, harmlose Steigungen sollte es heute nur bergab gehen. Der Weg verlief zuerst wenig spektakulär über Geröll und Asche, bis wir weiter unten wieder auf heiße Quellen und Rauchschlote trafen. Drum herum hatte es sich flache, aber schön grün leuchtende Vegetation nett eingerichtet. Auch ein paar Schafe tummelten sich um die Hot Pots herum.
Weiter ging's vorbei an altem Lavagestein und schon etwa 4km vor unserem Ziel war bereits die Hütte und der Campingplatz von Landmannalaugar im Tal zu sehen. Zwischen unserem Ziel und uns lag aber noch ein ganzes Stück bergab durch ein großes Lavafeld. Da wir bis hier zügig vorangekommen waren, hatten wir Zeit, das Feld nach interessanten Skulpturen zu durchsuchen und so fanden wir einen Hasen, eine alte Dame mit Hut und George Washington...
Auf den letzten Metern kamen uns dann schon viele Tagestouristen entgegen und als wir uns dann schließlich an einem der Tische am Campingplatz niederließen war es erst kurz nach zwölf. Wir mussten also noch über drei Stunden warten, bis unser Bus zurück nach Reykjavik fuhr. Der war von "Reykjavik Excursions" und fuhr alles andere als den direkten Weg und so waren wir nochmal vier Stunden unterwegs. Dafür war die Fahrt mit Audiokommentar und wir erfuhren noch jede Menge wissenswertes und lustiges ;-) In Reykjavik angekommen fuhren wir mit dem Linienbus zum Campingplatz und hier sitzen wir nun im Zelt und draußen regnet es wieder mal ununterbrochen.
Alles in allem war es wieder eine sehr schöne Tour. Die ersten beiden Etappen zehrten zwar schon sehr auf, vor allem wegen des schlechten Wetters, aber vor allem dieses sollte sich im Laufe der Zeit immer weiter verbessern. Erst jetzt, wo unsere Tour beendet ist, wird's wieder schlechter. Aber egal, morgen geht's nach Hause.

Hot Pot!
Entsprechend früh wachen wir heute morgen auf und sind schon gegen halb Neun für die letzte Etappe bereit. Um die 10-11km bis nach Landmannalaugar liegen vor uns, erst um 15:30 startet der Bus zurück nach Reykjavik. Mehr als genug Zeit also um auf einem Bein springend rechtzeitig anzukommen.
Direkt am Hrafntinnusker geht es nochmal etwas Bergan und dann jedoch bis zum Ende der Tour eigentlich nur noch nach abwärts. Die Hütte hier liegt immerhin auf über 1000m Höhe.
Der Marsch ist recht ereignislos aber wunderschön. Bei klarem Wetter können wir wieder weit blicken, Lavaasche, erstarrte Lavazungen, Berge, hier und da heisse Quellen um die herum sich das Grün hält, kuriose Felsformationen, kleine Schneefelder, also nochmal alles der letzten Tage auf 10km komprimiert. Wir laufen langsam und machen viele Fotos, genießen die Landschaft und kommen trotzdem schon gegen halb Eins in Landmannalaugar an. Hier auf dieser ausgibigen Ebene ist es recht windig, wir suchen uns eine Bank die etwas geschützt steht und gönnen uns Ruhe, Kaffee bzw Schokolade.
Später springe ich in den Hot Pot für den die Gegend so berühmt ist, für sowas bin ich leicht zu begeistern und meine Badehose hatte ja noch nichts zu tun! Einfach toll, bestimmt 35°C, hier zu sitzen während alle draussen frieren. So aufgeheizt fällt das warten auf den Bus viel leichter.
Immerhin 4 Stunden dauert die Fahrt zurück nach Reykjavik und (mal) wieder fängt es zu regnen an. Um halb Acht kommen wir am BSI Busterminal an, suchen die Linie 14 zum örtlichen Campingplatz. Im Regen das Zelt aufbauen ist inzwischen ja ein Klacks! Ganz ordentlich waren wir aber diesmal wohl nicht... später ab Elf tropft es ins Zelt aber wir sind zu faul was dagegen zu tun...
Heute sind wir auch nochmal experimentierfreudig und machen zum Abendessen den "Harðfiskur", isländischer getrockneter Fisch. Der intensive Geruch hält nur kurz nach dem öffnen der Tüte an und geschmacklich ist nichts dran auszusetzen. Wäre für mich auch öfter auf Tour denkbar, lecker!

Erste Erkundungen und Besorgungen
Puh, das war eine kurze Nacht.. als erstes erkunden wir die Gegend und lassen uns später von unserem sehr netten Vermieten die nähesten Bankautomaten, Supermärkte und ähnliches empfehlen. Wir brauchen noch einiges für unsere Kochnische und die Tour nächste Woche!
Den Nachmittag verbringen wir in der Touri-Shoppingmeile, dem Perlanmuseum und der berühmten Kirche Hallgrimskirkja.
Nach dem zusammen gekochten Abendessen wollen wir versuchen Nordlichter zu erhaschen und fahren zu einem einsamen See 40km von hier, obwohl das Wetter heute perfekt war zieht immer mehr zu und es bleibt trotzdem viel zu hell :-(. Die Rückfahrt fühlt sich zu lange an aber zumindest ich freue mich wieder auf etwas Schlaf..

Die Reise beginnt!
Heute brechen wir auf... kurz nach Vier werde ich netterweise zum Bahnhof gefahren. Verabschieden, und mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Die anderen zwei warten bereits aber bis zum Bording um halb Zehn ist praktisch nichts zu tun. Gepäck abgeben, ein Abendessen und Warten.
Unser Flug dauert dreieinhalb Stunden, um 2:00, bzw durch die Zeitverschiebung 0:00 Ortszeit landen wir. Die Suche nach der Autovermietung und unserem Apartment dauert viel länger als gedacht so daß wir ersten gegen 3:00 in die Betten fallen. Das ist jetzt auch nötig..